Kein Platz für Kolonialismus in Hannover!
Kein Platz für Kolonialismus in Hannover!

Kein Platz für Kolonialismus in Hannover!

Wir fordern eine differenzierte Auseinandersetzung mit Hannovers Kolonialgeschichte.
Wir gehen in einen Dialog mit der Stadtgesellschaft und Politik.

Weitere Infos

Aktionen & Termine

Post?Kolonialismus - Podiumsgespräch der Etnologischen Gesellschaft

Freitag, 27. April 2022 um 18 Uhr
Landesmuseum Hannover, Willy-Brandt-Allee 5, 30169 Hannover

Gäste: Marion Kraft (Literaturwissenschaftlerin) und Joshua Kwesi Aikins (Politikwissenschaftler), Moderation: Hanna Legatis

Denkmal Carl Peters - Hannover SüdstadtDenkmal Carl Peters - Hannover SüdstadtKolonialismus ist nicht nur ein Phänomen der Vergangenheit, sondern hat viele aktuelle Gesichter. Wir sprechen mit Marion Kraft (Literaturwissenschaftlerin) und Joshua Kwesi Aikins (Politikwissenschaftler) über die Auswirkungen des Kolonialismus in unserer heutigen Gesellschaft und gehen Ursachen und Formen von Rassismus auf den Grund. Außerdem soll ein Diskurs über den Umgang mit kolonialen Spuren in Hannovers Stadtbild und Institutionen (u.a. den Museen) angeregt werden.

Im vergangenen Jahr hat kargah e.V. die Kampagne „Kein Platz für Kolonialismus in Hannover“ initiiert. Anhand des Carl Peters Denkmal in der Südstadt wurde die Frage diskutiert, wie wir uns an die Gräueltaten und die Folgen des Kolonialismus erinnern möchten. Was können wir tun um uns, unsere Stadt und unsere Institutionen zu dekolonisieren?

Eintritt: Museumseintritt / Anmeldung erforderlich unter: t.bohnhorst@htp-tel.de

Eine Kooperation von kargah e.V. mit der Ethnologischen Gesellschaft Hannover und dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V.

Gefördert von der Amadeu Antonio Stiftung

Hintergründe

Carl Peters (1856-1918) ist ein Kolonialverbrecher. Er erwirkte durch Gewalt die Inbesitznahme der ehemaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika. Er ging mit höchster Brutalität gegen die indigene Bevölkerung vor, tötete unzählige Menschen. Er gilt als Wegbereiter des Nationalsozialismus.

Entfernen bedeutet nicht vergessen.

Denkmal Carl Peters - Hannover SüdstadtDenkmal Carl Peters - Hannover SüdstadtDas Carl-Peters-Denkmal erinnert an die Unterdrückung von Schwarzen Menschen und People of Colour. Erinnerungskultur ist nicht in „Stein gemeißelt“, sondern bedarf lebendiger und kritischer Debatten. Kein „tonnenschweres Ungetüm“, sondern eine differenzierte und kritische Auseinandersetzung mit dem deutschen Kolonialismus in allen Bildungseinrichtungen und Gesellschaftsschichten.

Wir fordern ein Mahnmal, das gemeinsam mit der diversen Stadtgesellschaft, den Betroffenen und Anwohner*innen entwickelt wird. Anstatt Kolonialverbrecher zu würdigen, sollte die Vielheit unserer Stadtgesellschaft im Stadtraum sichtbar werden!

Ausführliche geschichtliche Einordnung der Carl-Peters-Thematik

Autorin: Hanna Legatis

Download - Ausführliche geschichtliche Einordnung der Carl-Peters-Thematik   Download PDF (ca. 330KB)

Impressionen von unserer Aktion am Denkmal am 3. Juli 2021

Poetry Slam von Noha

Vergangene Veranstaltungen

Wer war Carl Peters? – Informationsveranstaltung

Freitag, 06. August 2021 um 18 Uhr
kargah-Haus, Zur Bettfedernfabrik 1, 30451 Hannover
Referentin: Hanna Legatis

Nur begrenzt Plätze verfügbar. Anmeldung unter: julian.mirabadi@kargah.de


Denkmal überdenken - Eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Carl-Peters-Denkmal

Samstag, 14. August 2021 von 15 - 18 Uhr
kargah setzt sich mit der laufenden Kampagne “Kein Platz für Kolonialismus in Hannover“ für ein Mahnmal auf dem Bertha-von-Suttner-Platz ein. Statt des Carl-Peters-Denkmal soll dort ein Mahnmal stehen, das angemessen an die Verbrechen der Kolonialzeit und deren Opfer erinnert. Gemeinsam mit der diversen Stadtgesellschaft, Betroffenen und Anwohner*innen, will kargah Ideen für das neue Mahnmal entwickeln. Aus dem Grund wird es am Samstag, den 14. August, um 15 Uhr einen künstlerischen Workshop auf dem Bertha-von-Suttner-Platz geben. Kreative Impulse des Künstlers Lune Ndiaye sollen dabei den Teilnehmer*innen helfen, sich mit dem Denkmal künstlerisch auseinanderzusetzen. Herzlich eingeladen sind kreative Menschen, die sich mit dem Thema Antikolonialismus beschäftigen und Teil davon sein wollen, eine neue Erinnerungskultur zu entwickeln und zu etablieren.

Durch die aktuelle Corona Lage gibt es begrenzte Plätze. Anmeldungen bitte unter kultur@kargah.de


Musik von Linden Legendz auf unserer Aktion am Denkmal am 3. Juli 2021

kargah e. V.

kargah e. V.
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover

Tel. (0511) 12 60 78 - 0
Bürozeiten:
nach Vereinbarung